Mit der Offshore-Netzumlage (bis einschließlich 2018 als Offshore-Haftungsumlage bezeichnet) werden die Betreiber von Offshore-Windanlagen bei Störungen oder Verzögerung der Netzanbindung entschädigt.

Ein Teil dieser Entschädigung soll über eine bundesweit geltende Offshore-Netzumlage für Stromkunden eingebracht werden


Die Netzbetreiber sind nach § 17f Abs. 5 EnWG berechtigt die Kosten für geleistete Entschädigungszahlungen als Aufschlag auf die Netzentgelte gegenüber Letztverbrauchern geltend zu machen.


§ 17 f EnWG Offshore-Netzumlage20182019Differenz
für die ersten 1.000.000 kWh0,037  ct/kWh
0,416 ct/kWh
0,379 ct/kWh


Die Ermittlung der Offshore-Netzumlage basiert zum einen auf den prognostizierten wälzbaren Kosten aus Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks sowie aus Kostenbestandteilen aus der Errichtung und dem Betrieb der Offshore-Anbindungsleitungen für das Jahr 2019 als auch den von den unterlagerten Netzbetreibern sowie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gemeldeten Prognosewerten der Letztverbräuche. Zum anderen umfasst die Ermittlung der Umlage auch den aus der Jahresabrechnung 2017 (auf Basis vorliegender WP-Bescheinigungen) resultierenden Nachholbetrag.