Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) dient dem Zweck, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung durch die Förderung, Modernisierung und den Neubau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu leisten. Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktions-prozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk.

Die durch die Förderung entstehenden Mehrkosten werden nach festgelegten Regeln auf die Endverbraucher umgelegt (KWK-Aufschlag).


Umlage gemäß Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) 2015
2016
Differenz
- für die ersten 1.000.000 kWh 0,254 ct/kWh 0,445 ct/kWh 0,191 ct/kWh
- für alle weiteren kWh 0,051 ct/kWh 0,040 ct/kwh - 0,011 ct/kWh 
- Letztverbraucherkategorie C 0,025 ct/kWh 0,030 ct/kWh 0,005 ct/kWh


Die zum 01.01.2016 in Kraft getretene Gesetzesnovelle (KWKG 2016) bewirkt die Förderung von KWK-Anlagen größere Veränderungen gegenüber der bisherigen Regeleungen nach dem KWKG 2012.

- Neue, modernisierte und nachgerüstete KWK-Anlagen, die ab dem 01.01.2016 in Dauerbetrieb genommen werden (ausgenommen sind KWK-Anlagen, die mit Stein- oder Braunkohle befeuert werden)

- Bestehende Gas-KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung über 2 MW

- Außerdem können Vorbescheide für geplante KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung über 10 MW beantragt werden.