Mit der Offshore-Haftungsumlage werden die Betreiber von Offshore-Windanlagen bei Störungen oder Verzögerung der Netzanbindung entschädigt.

Ein Teil dieser Entschädigung soll über eine bundesweit geltende Offshore-Haftungsumlage für Stromkunden eingebracht werden


Die Netzbetreiber sind nach § 17f Abs. 5 EnWG berechtigt die Kosten für geleistete Entschädigungszahlungen als Aufschlag auf die Netzentgelte gegenüber Letztverbrauchern geltend zu machen.


§ 17 f EnWG Offshore-Haftungsumlage 2015 2016 Differenz
- für die ersten 1.000.000 kWh - 0,051  ct/kWh
0,040 ct/kWh
0,091 ct/kWh 
- für alle weiteren kWh 0,0,50 ct/kWh 0,027 ct/kWh - 0,023 ct/kWh
- Letztverbrauchergruppe C * 0,025 ct/kWh 0,025 ct/kWh 0,000 ct/kWh


* § 17 f EnWG Offshore-Haftungsumlage:

Letztverbrauchergruppe C: Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstieg, zahlen nach derzeit gültigem KWKG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,025 ct/Kwh.


Die Ermittlung der Aufschläge auf die Netzentgelte basiert zum einen auf den prognostizieren wälzbaren Kosten aus Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks für das Jahr 2016. Zum anderen basiert die Ermittlung der Aufschläge auf die Differenz zwischen den tatsächlichen wälzbaren Kosten des Jahres 2014 und den prognostizierten wälzbaren Kosten aus Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks für das Jahr 2014.